Challenge: Einmal durchs Regal

Posts mit dem Label Einmal durchs Regal werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Einmal durchs Regal werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 29. September 2014

Buchkritik: Das Lied von Eis und Feuer - Die Herren von Winterfell

Quelle
Das Lied von Eis und Feuer - Die Herren von Winterfell
George R. R. Martin
Original: Englisch (A Game of Thrones)
576 Seiten

"Die letzten Tage des Sommers sind gekommen.
 
Eddard Stark, der Lord von Winterfell, lebt mit seiner Familie im kalten Norden des Königreichs Westeros, und er weiß, dass der nächste Winter Jahrzehnte dauern wird. Als der engste Vertraute seines Königs und alten Freundes Robert Baratheon stirbt, soll Eddard an dessen Stellen treten. Für die Zeit, die er am Königshof zubringen muss, überträgt Eddard die Herrschaft über Winterfell an seinen Erben Robb – während sich sein Bastardsohn Jon den Kriegern der Nachtwache anschließt. Doch Robert Baratheon ist nicht mehr der starke Herrscher, der er einst war, und um den Eisernen Thron scharen sich Intriganten und feige Meuchler. Eddard sieht sich plötzlich von mächtigen Feinden umzingelt und muss hilflos zusehen, wie seine vielköpfige Familie in alle Winde verstreut wird. Die Zukunft des gesamten Reiches Westeros steht auf dem Spiel…"

~*~

Um "Game of Thrones" kommt man im Moment ja kaum herum. Bisher würde ich sagen "zu recht!". Zwei Folgen der Serie habe ich gesehen, aber ansonsten bin ich noch nicht allzu tief in George R. R. Martins Welt eingetaucht, denn die Bücher dieser Übersetzung haben anscheinend den gewaltigen Haken gesplittet worden zu sein. So fragt man sich am Ende von "die Herren von Winterfell": "Wie, das war es schon?". Ja, anscheinend war es das. Auch die Eigennamen wurden nicht beibehalten, was natürlich schade ist, weil es viel vom Charakter des Buches nimmt. Dafür aber sind die Charaktere innerhalb des Buches wunderbar eigen, da kann auch die oft bemängelte Übersetzung nichts dran ändern. Das Buch lässt sich nämlich super lesen, bietet aber keine rhetorischen Highlights.
Viel mehr mag ich auch gar nicht sagen, da es mir schwer fällt die richtigen Worte für den Beginn einer Buchreihe zu finden, die soviel Zuspruch findet. Das einzige was ich denke ist, dass man sich sicherlich selbst einen Gefallen tut, wenn man die Reihe in der Originalfassung liest.

Mittwoch, 2. Juli 2014

Buchkritik: Vollendet

Quelle
Vollendet
Neal Shusterman
Original: Englisch (UnWind)
432 Seiten


"Der 16-jährige Connor hat ständig Ärger. Risa lebt in einem überfüllten Waisenhaus. Lev ist das wohlbehütete Kind strenggläubiger Eltern. So unterschiedlich die drei auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie sind auf der Flucht. Vor einem Staat, in dem Eltern ihre Kinder im Alter von 13 bis 18 Jahren umwandeln lassen können. Die Umwandlung ist schmerzfrei. Jeder Teil des Körpers lebt als Organspende in einem anderen Organismus weiter.
Aber wenn jeder Teil von dir am Leben ist, nur eben in jemand anderem ... lebst du dann, oder bist du tot?"

~*~

Mit Vollendet decke ich zumindest die Hauptaufgabe im Juni ab. Es ist meine erste Dystopie.

~*~

Die einfache Art von "Vollendet" war Teil der negativen Kritiken. Ich sehe darin keinen Nachteil, schließlich handelt es sich um ein Jugendbuch und einfache Sätze sowie Umgangssprache sind unter solchen Umständen kaum unangebracht. Ich habe das Buch innerhalb zwei Tagen durchgelesen und kaum aus der Hand legen können, was auf jeden Fall der leichten Sprache mitverschuldet ist.

~*~

Die Kapitel sind jeweils kurz gehalten und aus der Sicht der drei Protagonisten geschrieben, wobei sich der Schreibstil den Protagonisten leider nicht anpasst. Man merkt den  Unterschied also lediglich in den Gedanken und der Handlung, nicht in der Schreibweise. Man erhält auf diese Weise einen guten Einblick in die Gedanken aller drei Hauptprotagonisten. Zwischendurch kann man aber auch Passagen aus der Sicht anderer lesen, beispielsweise aus der einer "storchenden" Mutter.

~*~

Der Gedanke hinter dem Buch ist ziemlich abstrus und es ist unvorstellbar für mich unter welchen Umständen ein Krieg zwischen Gegnern und Befürwortern der Abtreibung entfachen kann. Noch unglaublicher ist es für mich, dass als Kompromiss zwischen diesen Parteien die "Umwandlung" entspringt. Wenn das Recht zu Leben so unantastbar und wichtig ist, wie kommt man dann auf den Gedanken, dass es okay ist jemandem vom 13. bis zum 18. Lebensjahr zu zerpflücken?!

~*~

Umstrittenster Punkt was "Vollendet" angeht ist wohl gen Ende. (Spoiler, Achtung! :o ) Man darf einer dieser "Umwandlungen" beiwohnen und liest, wie der Körper bei vollem Bewusstsein, bis auf die einzelnen Hirnpartien, auseinandergenommen wird. Der Gedanke allein ist ziemlich makaber, ich fand die Textstelle jedoch vor allem sehr traurig. Für das entsprechende Publikum (ab 14) ist es vielleicht aber schon etwas kritisch.

~*~


Fazit:
Ich würde "Vollendet" schon weiterempfehlen. Nach dem "Anwalt" habe ich durch dieses unkomplizierte Buch auf jeden Fall wieder Lesehunger bekommen. Die Umstände der Story sind aber schon etwas an den Haaren herbeigezogen, davon abgesehen hat's mir aber supergut gefallen. Das Buch ist Teil einer Reihe, aber in sich abgeschlossen und lässt eigentlich keine Fragen offen wie es weitergehen könnte.

Dienstag, 1. Juli 2014

Buchkritik: Der Anwalt

Quelle
Der Anwalt
John Grisham
Original: Englisch
448 Seiten

"Denn sie wissen, was sie tun
Kyle McAvoy steht eine glänzende Karriere als Jurist bevor. Bis ihn die Vergangenheit einholt. Eine Frau behauptet, Jahre zuvor auf einer Party in Kyles Wohnung vergewaltigt worden zu sein. Kyle weiß, dass diese Anklage seine Zukunft zerstören kann. Und er trifft eine Entscheidung, für die er mit allem brechen muss, was bisher sein Leben bestimmt hat. Der neue Grisham – ein Thriller um Macht, Korruption und eine Welt, der jegliche Moral abhandengekommen ist."

~*~

Wenn das nicht spannend klingt... Ursprünglich sollte das das Buch für die Mai-Hauptaufgabe werden, aber es wurde nichts und jetzt mag ich wenigstens die Punkte der Zusatzaufgabe abstauben ;)

~*~

Grishams Stil ist tadellos. Das Buch hat sich wie von selbst lesen lassen, es gab keinerlei Aufhänger oder dergleichen.
 
~*~

Dem makellosen Stil Grishams ist es gedankt, dass man so flüssig durch dieses Buch kommt. Der Anfang ist noch vielversprechend, aber noch bis zur Mitte des Buchs hatte ich noch das Gefühl in der Einleitung zu stecken. Ich hab gewartet und gewartet. Es passierte aber nie etwas und ehe man sich's versah war das Buch auch schon zu Ende. Einfach so. (Achtung, Spoiler. [Aber wen bockt's wenn ich das Buch eh nicht empfehlen werde]) Am Ende sind die Erpresser einfach verschwunden, ob Kyle in Gefahr schwebt bleibt offen, ...
Die Charaktere haben keinerlei Tiefe sondern sind flunderplatt. Beispiele: Dale steht auf Designer-Mode. Einer der Freunde von Kyle, dessen Name ich nicht mal mehr weiß, wird vom Saulus zum Paulus.. Und das war es schon an Charakterzügen, mehr als solche Dinge gibt es über die Protagonisten nicht zu sagen.
~*~

Fazit:
Ich bin wirklich baff, dass ich dieses Buch, dafür, dass nichts passiert, problemlos durchlesen konnte. Grishams Schreibstil ist also wirklich toll! Aber das reicht nicht aus für ein gutes Buch. Für hartgesottenne Fans mag "Der Anwalt" etwas sein, für mich war's aber nichts.

Samstag, 31. Mai 2014

Buchkritik: Der faule Henker

"Seien Sie gegrüßt, verehrtes Publikum. Herzlich willkommen.
Willkommen zu unserer Show.
Es erwartet Sie ein ganz besonderer Nervenkitzel, denn unsere Illusionisten, Zauberer und Taschenspieler werden sich zwei Tage lang nach Kräften bemühen, Ihnen Vergnügen zu bereiten und Sie in ihren Bann zu schlagen."


Quelle
Der faule Henker
Jeffery Deaver
Original: Englisch
480 Seiten

"Qualvoll stirbt ein junges Mädchen in einer New Yorker
Musikschule. Der Mörder flieht in einem fensterlosen Hörsaal.
Als die Polizei den Raum stürmt - ist er leer.
Lincoln Rhyme, der geniale gelähmte Kriminalist, und seine
Partnerin Amelia Sachs ermitteln in ihrem fünften - und
schwierigsten - Fall: auf den Spuren eines Mörders, dessen Metier
das Unmögliche ist ..."

~*~

>>Der weltweit beste Autor psychologischer Thriller<< The Times - So steht es auf der Rückseite des Buches, welches ich in einem öffentlichen Bücherschrank gefunden habe und mir gerade recht kam für die Zusatzaufgabe der Mai-Aufgaben.

Es ist ein Entfesslungstrick, "der faule Henker", der uns direkt zu Beginn vom Mörder selbst erklärt wird. Nur dass dieser seinem Opfer natürlich nicht die Möglichkeit gibt, sich zu befreien. Die Polizei ist sofort zur Stelle, doch der Mörder verschwindet einfach aus einem Raum ohne Fluchtmöglichkeiten, was die Protagonisten und uns vor einem Rätsel stehen lässt.. womit sich vor uns eine Story voller Täuschungen und Tricks entrollt.

~*~

Der Schreibstil von Jeffery Deaver gefiel mir sehr. Die Sätze sind alle flüssig zu lesen, ich kann mich an keine Stelle erinnern, an der ich hängen geblieben bin, weil ich etwas nicht verstanden hatte. Die ganzen wissenschaftlichen Erklärungen schienen mir logisch zu sein. Nur jeweils am Anfang und am Ende des Buches hatte ich das Gefühl er verstrickt sich in unnötigen Ausführungen über irgendwelche Belanglosigkeiten.

>>Ist nicht fast unser ganzes Leben eine einzige Illusion?<<, fuhr sie fort.
>>Wie das?<<
>>Tja, alles Vergangene ist Erinnerung, nicht wahr?<<
>>Stimmt.<<
>>Und alles Zukünftige ist Vorstellung. Beides sind Illusionen - unser Gedächtnis ist unzuverlässig, und was die Zukunft anbelangt, so spekulieren wir nur. Vollkommen real ist einzig und allein der jeweils gegenwärtige Moment - der der verwandelt sich ständig von einer Vorstellung in eine Erinnerung. Sehen Sie? Der Großteil unseres Lebens ist eine Illusion.<<
Seite 198

~*~

Ich bin eigentlich kein Thriller-Mensch, umso überraschter war ich festzustellen, dass es mir Spaß machte dieses Buch zu lesen. Zu Beginn der Story fühlte ich mich etwas orientierungslos, aufgrund der Perspektivwechsel, der vielen genannten Namen und weil mir nicht recht klar war, wer nun die Protagonisten sind, aber das legte sich schnell.
Die Kombination aus den Zauberkünsten des Täters und dem analytischen Denken Lincoln Rhymes gefiel mir gut. Noch dazu war das Buch zwar spannend, hat mich aber nicht so unter Stress gesetzt und auch die Morde waren nicht bis ins kleinste blutige Detail geschildert, sowas kann ich ja gar nicht haben. Was ich dann aber schade fand ist, dass es aufgrund der Wendungen in der Story, keine weiteren Morde gab. Ich hoffe es ist nicht komisch sowas von sich zu geben...
Allerdings, und da muss ich den negativen Rezensionen recht geben: irgendwann zwischendrin kommt der Punkt (erwähnte "Wendungen"), an dem sich alles zu sehr verstrickt und das ganze hin und her wirkt am Ende wenig authentisch.
Das Ende finde ich dann auch etwas zu viel des Guten. Ein Happy End ist ja schön und gut.. aber gleich ein doppeltes?

~*~

Fazit:
Ich bin überrascht, dass mir dieses Genre doch so gefallen kann und werde wahrscheinlich noch andere Bücher von Jeffery Deaver lesen. Ich hab gehört ein Buch der Reihe soll verfilmt worden sein? Den Film würde ich mir gerne anschauen! Das Buch hat Schwachstellen und ich weiß nicht, inwiefern es besser oder schlechter als andere Deaver-Bücher ist, aber ich finde es lohnenswert.

"[...] und um erneut an die Arbeit zu gehen. Es galt ein paar knifflige Geheimnisse zu enträtseln: zwei ermordete Diplomaten, unbekannte Pflanzenpartikel, merkwürdige Abdrücke in schlammigem Boden und zwei fehlende rechte Schuhe."

Sonntag, 4. Mai 2014

Buchkritik: Libri Mortis - Schlaflose Stimmen

"Der Wecker machte klick, und bevor das nervtötende Bi-bi-bi-biep wie vier akustische Nadelstiche ertönte, hatte Rosalie die Augen aufgeschlagen. Punkt sieben Uhr morgens, das war die Zeit, zu der sie immer erwachte. Rosalie schlug blind auf die Schlummertaste. Sie zog die Decke über den Kopf und wollte sich auf die andere Seite drehen, als ein heftiges Stechen von der Hüfte hinauf in ihren Rücken schoss."

Quelle
Libri Mortis - Schlaflose Stimmen
Peter Schwindt
Original: Deutsch
400 Seiten


"Rosalies Fuß war in eine Spalte gerutscht. Das
Wasser stieg weiter - es stand ihr jetzt schon bis
zur Brust. Panik ließ ihr Herz immer schneller
rasen. Wenn sie sich nicht bald befreien konnte,

würde sie hier unten ertrinken! Sie warf den
Rucksack fort und tauchte unter, um den Fuß
beim Knöchel zu packen. Sie zog so kräftig sie
konnte, dann ging ihr die Luft aus. Gurgelnd
tauchte sie wieder auf. Vor ihr im Wasser
schwamm die Taschenlampe, flackerte noch ein-
mal, um dann zu verlöschen. Dunkelheit senkte sich wie ein Leichentuch auf sie.

Ein spannender Roman für Jugendliche! Man folgt der Heldin gebannt unter die Straßen von Paris und fiebert mit ihr, die Geheimnisse um die mysteriösen Erscheinungen zu lösen."


~*~

"Schlaflose Stimmen" erfüllt die April-Aufgabe, ein Buch einer Fortsetzungsreihe zu lesen. Zwar gebe ich mir Mühe die Kritik spoilerlos zu gestalten, aber sicher ist sicher: wer Band 1 der "Libri Mortis"-Reihe "Flüsternde Schatten" noch nicht gelesen hat, dies aber tun will, sollte besser nicht weiterlesen! ;)

~*~

Bi-bi-bi-biep. Das hatten wir ja schon beim ersten Band und ich fühle mich direkt wieder willkommen geheißen in der Pariser Unterwelt. Nur liegt Rosalie diesmal nach einem schweren Unfall in einem Klinik-Bett. Die Halluzinationen (oder waren es welche?) die Rosalie plagten, treten während ihres Reha-Aufenthalts nicht auf, beginnen allerdings kurz nach ihrer Entlassung wieder. Rosalie ist jedoch bereit sich therapieren zu lassen. Als ihr Freund Ambrose verschwindet, sieht sie sich gezwungen wieder in die Unterwelt von Paris hinabzusteigen.
Auch wenn Rosalie mit einer Wesensveränderung zu kämpfen hat ist sie immernoch diesselbe, was gut und schlecht gleichzeitig ist. Sie handelt in meinen Augen immernoch unvernünftig, aber wenigstens redet sie mit einem Psychologen.

~*~

Auch der Erzählstil ist nach wie vor der gleiche. Die Geschichte entwickelt sich etwas träge, aber wird dabei wunderschön ausgebildert, dass das Lesen wie von selbst geht.
Ich muss auch sagen, dass sich Rosalies Stimmung auf mich übertragen hat. Es ist nicht schön sich nach und nach eingestehen zu müssen, dass man ein Problem hat. Großer Pluspunkt, mich das so nachempfinden zu lassen!
 
~*~

Fazit:
Die Kritik fällt wohl etwas kürzer aus, denn ich habe schon zum ersten Buch alles wichtige gesagt. Was soll ich noch sagen? Ich finde auch diesen Band sehr lohnenswert! Bin schon gespannt auf den letzten Teil, weil auch hier natürlich wieder einiges an Fragen offen geblieben ist.

"Vom weiten Meer.
Und vom offenen blauen Himmel."

Buchkritik: Reise um die Erde in 80 Tagen

"Im Jahre 1872 wurde das Haus Nr. 7 in der Saville Row von Phileas Fogg Esquire bewohnt, einem der sonderbarsten und bekanntesten Mitglieder des Londoner Reformklubs. Er war ein Mensch, der es als seine besondere Aufgabe zu betrachten schien, nichts zu unternehmen, was die Aufmerksamkeit seiner Mitmenschen wachrufen konnte; er war eine rätselhafte Persönlichkeit, von der niemand mehr wußte, als daß er ein sehr ritterlicher Mann sei und zu den schönsten Kavalieren der vornehmen Gesellschaft von England gehöre."


Reise um die Erde in 80 Tagen
Jules Verne
Original: Französisch (Le Tour du monde en quatre-vingts jours)
207 Seiten


~*~

Soweit ich weiß, habe ich noch kein einziges Science-Fiction-Werk gelesen. Nachdem ich mich erst ein wenig hilflos fühlte angesichts der April-Hauptaufgabe war mir doch recht schnell klar, dass dies der Zeitpunkt für einen Klassiker von Jules Verne ist, der als Begründer der Science Fiction gilt. Ursprünglich sollte es "20.000 Meilen unter dem Meer" werden, aber meine Ausgabe kann nur mit 161 Seiten aufwarten. Ich musste also auf "Reise um die Erde in 80 Tagen" ausweichen.
Meine Ausgabe ist ein wenig retro. Ich habe sie online nicht finden können. Vorne steht drinnen "Printed in West Germany", sehr charmant.

~*~

Die Geschichte dürfte bekannt sein: Phileas Fogg, ein merkwürdiger Zeitgenosse, wettet innerhalb von 80 Tagen um die Welt reisen zu können. Unterwegs erlebt er mit seinem Diener so einiges, denn ihm stellt auch ein Detektiv nach, der im Verdacht hat Fogg sei ein Dieb.

~*~

Es hat mir sehr viel Freude bereitet dieses Buch zu lesen, da es natürlich aufgrund des damaligen Zeitgeistes vollkommen anders ist als heutige Bücher. Nun ist es aufgrund des ungewohnten Stils auf der einen Seite anstrengender, auf der anderen Seite erfrischend zu lesen.
Es gibt sicher an die Moderne angepasste Übersetzungen und auch Kinderfassungen, aber mir war diese Fassung sehr lieb. Ich habe nun das Bedürfnis mit wohlgewählten Worten um mich zu schmeißen und bedauere es ein wenig, nicht der französischen Sprache mächtig zu sein um die Bücher im Original lesen zu können.

~*~

Fazit:
Ein Klassiker? Mit recht! Mir bleiben nicht viele Worte, weil ich mich nicht wirklich in der Lage sehe Jules Verne zu beurteilen, aber er schreibt sehr kurzweilig und "Reise um die Erde in 80 Tagen" wird nicht mein letztgelesenes Werk von ihm bleiben.

"Nichts, wird man sagen. Nun ja, nichts! Abgesehen von einer reizenden Frau, die ihm, so unwahrscheinlich es sich auch anhören mag, zum glücklichsten Menschen gemacht hat."

Samstag, 3. Mai 2014

Buchkritik: Der eiserne König - ein Abenteuer

"Im Morgengrauen kreiste ein Bussard über Flutwidde, dem fruchtbarsten Landstrich Pinafors. Tief unten schlängelte sich die Usse durch Getreidefelder. Dörfer lagen zwischen sanften Hügeln, und auf den Weiden graste Vieh. Nach einer Weile erspähte der Bussard seine Beute: eine Maus, die auf einem Feldweg an einer Kornähre knabberte. Der Greifvogel zog die Kreise enger."

Quelle
Der eiserne König - ein Abenteuer
John Henry Eagle
Original: Deutsch
656 Seiten


"Ein phantastisches Abenteuer: Mit schlauem Mut und listigem Witz machen sich acht märchenhafte Helden auf den gefährlichen Weg gegen die dämonischen Mächte des Eisernen Königs.

>>Wenn sich der Mond am Tag der Ruhelosen Seelen rundet, wird der Eisener König von den Toten auferstehen. Dann wird die Säule unserer Welt zu Staub zerfallen, und alles, was grünt, wird verdorren, und alles, was aufrecht geht, wird sich beugen, und der Eiserne König wird für immer über Pinafor herrschen. Und nur derjenige wird ihn überwinden, welcher die Kraft achtet, die allem Lebendigen innewohnt; und nur derjenige wird ihn niederringen, welcher um die Macht der fünf Finger weiß. So steht es geschrieben und so wird es sein.<<"


~*~

Es gibt, glaube ich, kein schöneres Cover um die April-Nebenaufgabe der Einmal-durchs-Regal-Challenge zu erfüllen. Der diesig-grau-blaue unwetterverheißende Himmel ist genau das, was ich an dieser Jahreszeit am meisten liebe. Ich habe mich richtig gefreut dieses Buch zu lesen.

~*~

Ganz ehrlich, "Der Eiserne König" hat mich ein bisschen fertig gemacht. Woran genau es liegt kann ich nicht sagen, aber die Sätze sind mir nicht ganz rund. Es gibt Bücher, die lesen sich so flüssig, fast schon wie von selbst, dieses gehört da leider nicht zu. Ich musste mich immer wieder durchringen, mit dem Lesen überhaupt anzufangen, aber wenn ich das geschafft hatte, ging es durchaus, auch wenn es anstrengend war.
Was zu dieser ermüdenden Art beiträgt, sind wohl die vielen Charaktere. Auf dem Buchrücken steht etwas von acht, scheinbar zählen die beiden Tiere nicht, die in meinen Augen mehr Tiefe haben, als andere der Gefährten, von denen man keinen so wirklich kennenlernen darf.
Das Buch ist an unpassenden Stellen ausschweifend lang und an anderen Stellen fehlt nötige Tiefe.

~*~

Fazit:
Es wäre definitiv mehr Potential für ein wirklich gutes Buch vorhanden gewesen! Ich will nicht sagen, dass es ein schlechtes Buch ist, und dass sich das Lesen gar nicht lohnt, denn Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und die Story ist ja eigentlich auch ganz kuhl, aber ich empfehle lieber ein ausgiebiges Probelesen - es soll sich jeder selbst sein Bild machen. Zwar bin ich enttäuscht, aber das Cover ist nach wie vor eine Augenweide!


"Wovon ich träume, wollt ihr wissen?
Natürlich vom Kampf und Abenteuer."

Montag, 31. März 2014

Buchkritik: Blutrote Lilien

"Angewidert rümpfte Manon die Nase.
>>Ich kann nicht glauben, dass es hier so stinkt!<<, sagte sie mit einem Gesicht, als hätte sie Zwiebeln geschnitten, und hastig hielt sie sich ein Tuch vors Gesicht."



Quelle
Blutrote Lilien
Kathleen Weise
Original: Deutsch
336 Seiten


"Diese Lilien töten leise
Sie berauschen mit ihrem Duft
Sie schmeicheln mit ihrer Schönheit
Und warten auf einen unachtsamen Moment
Dann senden sie ihre giftigen Grüße ...

Ein historischer Roman voller Liebe
und gefährlicher Intrigen
am Pariser Königshof"


~*~

"Blutrote Lilien" war meine Wahl für die Nebenaufgabe des frühlingshaften Covers. Eigentlich hatte ich ein anderes ausgesucht, aber das war nicht mehr da, als ich es ausleihen wollte. Das Cover ist nicht gerade typisch für den Frühling, aber es sind Vögel, Herzen und Äste mit Blättern drauf und ich musste daran denken, dass viele Vögel aus den warmen Ländern zurückkehren, die ersten Frühlingsgefühle und Pflänzchen aufkeimen. Farblich hat es auch eher was von Vintage-Frühling, aber mir fiel es zwischen den anderen Büchern einfach auf.
Total süß finde ich es auch, dass zu jedem Kapitelanfang ein Vögelchen die Seite ziert und neben den Seitenzahlen sind auch je ein paar Blätter zu finden.
Ganz zum Anfang des Buches findet sich außerdem ein eingeklebter Umschlag, in dem ein Brief zu finden ist.. unnötiger Schnickschnack, ja, aber süß! ^.^

~*~

Charlotte ist die 15-jährige Hauptfigur dieser Geschichte, welche sich auch an diese Altersgruppe richtet. Mir als Leserin ist Charlotte sympathisch, denn sie ist ein kluges Mädchen. Teilweise verstehe ich ihr Verhalten und ihre Gedanken nicht, aber sie ist 15.. mit 15 habe ich mich selbst wahrscheinlich auch nicht verstanden, daher passt das wieder. :)
Es ist für sie das erste Mal den Pariser Hof zu besuchen, weswegen sie ganz aufgeregt ist. Als sie jedoch zum Thema der Gespräche am Hof wird, merkt sie, dass sie sich in der Gesellschaft dieser Leute unwohl fühlt. Außerdem ist da noch der merkwürdige Prinz, bei dem sie nicht so recht weiss, woran sie ist..

~*~

Der Schreibstil ist sehr einfach, allerdings richtet sich das Buch auch an ein jüngeres Publikum. Und mich stört das auch überhaupt nicht, das Buch ist deswegen ganz schnell zu lesen.
Wirklich passieren tut aber nichts, was ich ein wenig schade finde. Denn man liest und wartet und dann ist das Buch auch schon vorbei und man stellt sich die Frage, wie es denn nun weitergeht. Ich weiss gar nicht, ob es einen zweiten Teil gibt. Anbieten würde es sich jedenfalls

~*~

Fazit:
Als Einführung in das Genre des historischen Romans ist dieses Buch für junge Mädchen sicher nicht schlecht. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und ihre Wortwahl emfpinde ich als sehr treffend. Die Aufmachung des Buches sollte den Geschmack der angstrebten Zielgruppe ganz sicher treffen. Falls es aber keinen Folgeroman geben sollte ist das abrupte Ende auf jeden Fall ein Minuspunkt.


"Und ich war endlich angekommen."

Samstag, 29. März 2014

Buchkritik: Die Wanderhure

"Marie schlüpfte schuldbewusst in die Küche zurück und versuchte, unauffällig wieder an ihre Arbeit zu gehen."


Die Wanderhure
Iny Lorentz
Original: Deutsch
607 Seiten


"Ein historischer Roman um eine junge Frau, die um ihr Leben kämpfen muss - so bunt, so aufregend und so prall wie das Mittelalter selbst!

Marie ist eine brave Bürgerstochter aus Konstanz. Als ein junger Graf um sie freit, ist ihr Vater überglücklich. Doch eine böse Intrige zerstört alle Hoffnung und Maries Zukunft. Um zu überleben, muss sie ihren Körper verkaufen. Aber Marie gibt nicht auf..."

~*~

Die ganze Story dreht sich um Marie, deren Leben zerbricht, nachdem sie das Opfer einer Intrige wird. Sie wird verleumdet, vergewaltigt, der Hurerei angeklagt, vom Gericht für schuldig befunden und der Stadt verwiesen. An dieser Stelle finde ich den Klappentext nicht ganz so passend, denn Marie gibt nicht "nicht auf", sondern beißt sich einfach nur fest an dem Gedanken Rache an ihren Peinigern zu üben. Und nicht nur ihre Freundin Hiltrud findet das mit der Zeit übertrieben, sondern auch ich. ;) Das Festhalten an solchen negativen Gefühlen ist so unnötig verbittert.
Was ich auch nicht verstehe ist, wieso Marie sich gegenüber Michel so zickig verhält. Wirklich.. Ich verstehe ihre Wut, (teilweise) ihr Bedürfnis nach Rache und auch das Gefühl lieber sterben zu wollen als all das ertragen zu müssen.. aber wieso sie so rumzickt verstehe ich überhaupt nicht! :(

~*~

Kleinere Schwierigkeiten hatte ich mit dem Schreibstil. Meistens werden Marie's Gefühle beschrieben, schließlich ist sie die Protagonistin. Manchmal jedoch erhält man auch kleinere Einblicke in die Gedanken anderer Charaktere und nicht immer war (mir zumindest) der Wechsel klar.
Was mir außerdem gefehlt hat, war eine "historischere" Sprache. Ich lese gerade einen historischen Jugendroman, da finde ich die Sprache, obgleich die Sätze einfach und klar sind, um einiges passender gewählt.
Und ich habe ausführlichere Beschreibungen der Umgebung vermisst. Die meiste Zeit über schwebte ich beim Lesen in einer Art Nichts, weil ich mir keine Vorstellung von Zelten, Räumen, Häusern machen konnte.
Von diesen kleinen Mängeln abgesehen war der Lesefluss durch meist eher kurze Sätze ganz gut.

~*~

Fazit:
Meine liebste Stelle ist die, als Marie und Hiltrud im Schwarzwald sind. Ich konnte mir richtig vorstellen wie um sie herum alles tiefgrün, nasskühl und moosig ist - wirklich schön. Und vollkommen ohne andere Menschen.. denn ich bin niemand, der Storys vollgepackt mit Intrigen und zwischenmenschliche Beziehungen sonderlich spannend findet. Es war mir nicht unangenehm das Buch zu lesen, aber ich habe absolut kein Interesse daran zu erfahren, was jetzt noch an Drama passiert.
Es tut mir ein bisschen leid, dass meine Kritik so harsch ausfällt und ich finde es schade, dass ich nicht allzu viel Gutes sagen kann, denn das Buch war jetzt nicht gerade schlecht.. aber hat mich halt auch nicht umgehauen. :(

~*~

Quelle
links Marie - rechts Hiltrud

Das Buch wurde auch verfilmt und ich hab mir das ganze angetan. Ja, leider muss ich sagen, dass die Verfilmung von Sat1 und ORF mich nicht überzeugt haben. Sie haben die Geschichte ziemlich geändert (zB sind Marie und Michel ein Liebespaar, weswegen sie Ruppert zurückweist, welcher sich deswegen dann an ihr rächt... usw) und auch große Teile ausgelassen. Außerdem ist die schauspielerische Leistung unberauschend. Wenn Marie mir im Buch sympathisch war, ist sie es im Film kein bisschen. Im Film besteht Marie's Gerede von Rache nur aus leeren Phrasen. Im Buch hingegen kann man den Hass, der sich in ihr aufstaut nachvollziehen. Das finde ich sehr schade, denn aus der Verfilmung hätte man mehr rausholen können.

~*~
"Das war Marie dann doch etwas zu weit vorausgegriffen. Doch als sie über diese Worte nachdachte, hatten sie einen recht angenehmen Klang."

Freitag, 28. Februar 2014

Buchkritik: Wolfsrudel




Quelle
Wolfsrudel
Floortje Zwigtman
Original: Niederländisch (Wolfsroedel)
510 Seiten


"Irgendwann im 19. Jahrhundert in der Walachei: Angewidert vom ärmlichen Dorfleben schließt sich Ion dem „Wolfsrudel“ an: einer Bande jugendlicher Räuber, die auf einer verlassenen Klosterinsel Unterschlupf findet. In der Klosterkirche stoßen die Jungen auf ein altes Fürstengrab und plündern es. Es ist das Grab von Vlad Tepes, auch Dracula genannt. Über der Aufteilung der Beute kommt es zum Streit. Das Wolfsrudel teilt sich in zwei Banden, die sich von nun an bis aufs Messer bekämpfen. Zu der einen Bande, die von Lupu, dem brutalen „Wolf“, geführt wird, gesellt sich ein alter Einsiedler. Er wird ihr Ratgeber und manipuliert sie bald schon nach seinen Wünschen. Auch die Bande von Vulpe, dem schlauen „Fuchs“, hat einen solchen Ratgeber, einen alten Schäfer. Nach und nach erfahren wir, dass der Schäfer und der Einsiedler keine anderen sind als die Wiedergänger des blutrünstigen Vlad Tepes und seines gerissenen Bruders Radu, die schon im 15. Jahrhundert in den brutalen Auseinandersetzungen zwischen Ungarn und Türken auf dem Balkan Gegenspieler waren. Sie haben um die Seelen der Jungen gewettet. Ion ist entsetzt über den immer erbitterter geführten Kampf zwischen seinen alten Freunden. Er versucht, im Strudel der Gewalt nicht unterzugehen. Erschrocken spürt er auch in sich selbst die Lust am Bösen aufkeimen. Die einzige, die ihn vielleicht noch retten kann, ist die geheimnisvolle Mara ..."

~*~

Ehrlich gesagt habe ich das Buch für die Februar-Hauptaufgabe nur ausgesucht, weil "Wolf" im Titel vorkommt. Aber es ist so ein gutes Buch!

Es beginnt damit, dass Ion Brebu als alter Mann seinem Sohn die Geschichte erzählt, die sich im Kloster Snagov abgespielt hat. Unterbrochen wird diese Geschichte durch die Erzählungen des Einsiedlers und des Schäfers, die oft über mehrere Seiten gehen, so dass man fast vergisst, dass man eigentlich eine andere Geschichte liest. Erzählception.. ^^ Außerdem bekommt man ein paar der Briefe zu lesen, die sich Schäfer und Einsiedler schreiben.

~*~

Das vorherrschende Gefühl des Buches dürfte Angst sein. Und diese wird sagenhaft gut rübergebracht.
Die Gewaltdarstellungen würde ich für ein Jugendbuch als grenzwertig einstufen. Eigentlich sind sie nicht so schlimm, aber zusammen mit der Hilflosigkeit, die man mit Ion mitempfindet, weil etwas vorgeht, was man nicht kontrollieren kann, haben sie bei mir ein leicht panisches Angstgefühl beim Lesen hinterlassen. (Aber ich bin ja auch überaus empfänglich für solche Schwingungen und Stimmungen ._.)
Aufgelockert wird diese Stimmung durch die fantastischen Elemente, die die Autorin einbringt. Der Gedanke, dass Übersinnliches seine Finger im Spiel hat und nicht alle Handlungen aus den Abgründen der menschlichen Seele allein entspringen, hat mich etwas beruhigt.

~*~

Ein besonderer Aspekt bei "Wolfsrudel" sind die historischen Fakten, die die Autorin in ihre Erzählung eingewoben hat. Sie geben dem ganzen trotz der fantastischen Elemente einen soliden Kern. Und ich schätze Geschichte war nie so spannend und unterhaltsam wie auf diese Weise.. ;) Zum Ende des Buches gibt es auch noch mal eine kleine Zusammenfassung um klarzustellen, was der Fantasie der Autorin entspringt und was historisch belegt ist.

~*~

Fazit:
Ein gut geschriebenes Buch, welches sich mit einem düsteren Thema auseinandersetzt. Ich denke es ist deshalb eher für ältere Jugendliche geeignet.Was ich noch mal hervorheben möchte ist die Stimmung, die die Autorin einfach wunderbar nachfühlbar gemacht hat. Wenn ich Punkte vergeben würde, gäbe es hierfür einen Bonuspunkt! :D

Buchkritik: Mädchenfänger


"Der kleine stämmige Mann im weißen Anzug, mit dunkelrotem Hemd und Lacklederslippern, lief auf der Bühne hin und her, das Mikrophon in der Hand, und beugte sich immer wieder vor, um wahllos einige der verschwitzten Hände zu berühren, die sich ihm in der Unity Tree of Everlasting Evangelical Life-Kirche zu Hunderten entgegenstreckten."

Quelle
Mädchenfänger
Jilliane Hoffman
Original: Englisch (Pretty Little Things)
458 Seiten

"<<FYI. pink steht dir gut :)>>
Die dreizehnjährige Lainey kann es kaum fassen. Zach, der gutaussehende Sonnyboy aus dem Chatroom, steht offensichtlich auf sie. Und er will sie treffen. Als sie von der Schule nicht nach Hause kommt, nehmen alle an, dass Lainey weggelaufen ist. So wie ihre ältere Schwester Denise vor ein paar Jahren. Routinemäßig wird FBI-Agent Robert Dees in die Untersuchung miteinbezogen. Bobby ist Spezialist für verschwundene Kinder - nicht nur beruflich, sondern auch privat. Seine eigene Tochter Katy verschwand vor fast einem Jahr, und niemand hat seitdem wieder etwas von ihr gehört.
Lainey ist nicht weggelaufen, da ist sich Bobby sicher. Doch zunächst führen alle Spuren ins Nichts. Bis ihm ein schreckliches Gemälde zugespielt wird - es zeigt eine gefesselte junge Frau. Anhand des Gemäldes findet Bobby heraus, wo das Mädchen gefangengehalten wird - doch sie kommen zu spät. Das Mädchen ist tot. Es ist nicht Lainey, doch im Bild finden sich Hinweise auf sie. Bobby kommt der Verdacht, dass sie es mit einem Serienmörder zu tun haben, der es auf junge Mädchen abgesehen hat, von denen all denken, sie seien weggelaufen. So wie Katy ..."
~*~

Eine der Nebenaufgaben für den Februar bereitete mir ein paar Schwierigkeiten.. man sollte einen Thriller lesen. Ich bin, wie soll ich sagen, empfindlich, sensibel, habe eine lebhafte Fantasie... Die Bekannte, die ich um eine nicht allzu blutrünstige, verstörende Buchempfehlung gebeten habe, nannte mir "Mädchenfänger". Und ich habe es überlebt :)

Buchrückseite

Um zu vermeiden, dass ich mir das Gelesene beim Einschlafen all zu intensiv vorstelle, habe ich einfach gelesen, bis mir vor Müdigkeit fast die Augen zu fielen. Das Buch hat es mir dabei glücklicherweise sehr einfach gemacht. Es ist flüssig und spannend genug geschrieben, dass ich es in 3 1/2 Nächten durchgelesen hatte.

~*~

Man erlangt in die Gedanken unterschiedlicher Charaktere Einblicke, doch größtenteils erlebt man die Geschichte aus der Sicht des FBI-Agenten Bobby Dees. Bis auf den Journalisten, der aus der Berichterstattung über den Serienmörder einen persönlichen Vorteil (-->Berühmtheit) erlangen will, sind mir auch alle Charaktere soweit mehr oder weniger sympathisch und ihr Handeln ist verständlich. Gerade Lainey, aus deren Sicht das Buch beginnt, finde ich süß. Man kann ihre Aufregung, über ihr erstes "Date", und all die anderen Gefühle sehr gut nachvollziehen.
Ach, und der Serienmörder, in dessen Gedankenwelt man auch Einblicke erhält, ist mir ebenfalls unsympathisch. Aber mit Serienmördern sollte man wohl besser nicht sympathisieren.. X_x

~*~

Die Morde waren für mich hinnehmbar grauenvoll (kann man das so sagen?! >.<). Allerdings muss ich sagen, dass ich erwartet habe, dass sich eben diese Grausamkeit steigert und das hat sie in meinen Augen nicht.
Wer der Täter war, war nicht überraschend, aber auch nicht zu offensichtlich. Ich hatte zwischendurch den Gedanken "Wetten der ist es?!", hab ihn aber dann doch wieder verworfen. Aber bei allen anderen vermeintlichen Tätern war ich mir relativ sicher, dass sie es nicht sind

~*~

Die Autorin hat sich im Übrigen die Freiheit genommen Erwähnungen an ein anderes ihrer Bücher (Cupido) einzubringen. Wenn ich nicht vor einiger Zeit eine Review dazu gelesen hätte, wüsste ich mit dieser Information vermutlich nichts anzufangen. Die "Cupido-Morde" werden nicht übermäßig oft erwähnt, trotzdem dachte ich mir: "Ja ist gut, ich hab mitbekommen, dass du noch ein anderes Buch geschrieben hast und nein ich werde es nicht lesen." Ein bisschen hat's mich gestört... ^^

~*~

Fazit:
Das Buch ist kein schlechtes, und wenn man ähnliche Ansprüche stellt wie ich würde ich es auch empfehlen. Außerdem bin ich auch froh, dass ich es durch die Challenge überhaupt gelesen habe. Das hat mir etwas Abwechslung gebracht. Wahrscheinlich gibt es bessere und schlechtere Bücher dieses Genre's.. aber was soll's, von denen will ich nichts wissen! :D

"Bobby schloss die Augen wieder und schickte flüsternd ein Dankesgebet zum Himmel.
Weihnachten fing dieses Jahr etwas früher an."

Mittwoch, 26. Februar 2014

Buchkritik: Wächter der Nacht

"Langsam und ächzend kroch die Rolltreppe nach oben.  Kein Wunder, so alt wie die Station war. Dafür fegte der Wind durch die ganze Betonröhre, zerzauste ihm das Haar, zerrte an der Kapuze, schlängelte sich unter den Schal und drückte Jegor nach unten."


Wächter der Nacht
Sergej Lukianenko
Original: Russisch (Nochnoi Dozor)
525 Seiten


"Vampire, Gestaltwandler, Hexen, Magier - seit ewigen Zeiten leben die so genannten >>Anderen<< unerkannt in unserer Mitte. Und seit ewigen Zeiten stehen sich die Mächte des Lichts und die Mächte der Finsternis unversöhnlich gegenüber, zurückgehalten nur durch einen vor Jahren geschlossenen Waffenstillstand. Zwei Organisationen - den >>Wächtern der Nacht<< und den >>Wächtern des Tages<< - obliegt es, das empfindliche Gleichgewicht der Kräfte aufrecht zu erhalten. Doch nun droht dieses Gleichgewicht zu kippen und die Welt ins Chaos zu stürzen..."

~*~

Sonntag, 16. Februar 2014

[EdR] Zusatzaufgabe: mein Lesereich

Besser spääääääät als niiiie :D

Im Januar war ich leider verhindert, und auch für den Februar habe ich noch nichts beigetragen (dabei ist ein Post schon fertig) ...aaaaaaaaaber (!) ich nehme an einer Lese-Challenge teil und für den Februar gibt es eine Zusatzaufgabe.

Also nehme ich euch jetzt mit in mein Zimmer! Vielleicht bekommt man das hier sogar nochmal im Gesamtbild zu sehen, weil es aber eine Lese-Challenge ist (und ich nicht aufgeräumt habe, ha...) gibt es vorerst nur diesen kleinen Einblick. :)

~*~


Als erstes gibt's mein Regal zu sehen. Ich habe nicht unbedingt viele Bücher, weil ich mein Lesefutter lieber aus der Bücherei leihe. Es ist etwas chaotisch, zumindest finde ich das... ich bin sicher, da werde ich nicht wirklich auf Zustimmung stoßen, aber irgendwie stört mich einfach etwas an meinem Regal, auch wenn ich es natürlich schon mag! Nicht alle Bücher habe ich gelesen. Es sind Kinderbücher, Schulbücher und unbeschriebene Notizbücher dabei. Eigentlich sollte ich mal ausmisten...
Vor den Büchern sind einige persönliche Sachen. Die Glückskatze habe ich z.B. von einer Freundin aus Vietnam mitgebracht bekommen, den Holzbilderrahmen samt Bild gab es von meiner Klassenlehrerin zum Geburtstag in der ersten Klasse, auf den Fotos sind meine Brüder als sie noch klein und süß waren (jetzt sind sie Biester), die Origami-Kraniche habe ich von einer meiner Brieffreundinnen bekommen, etc.

~*~


Als nächstes gibt es meinen "will ich noch lesen... vielleicht zumindest"-Stapel zu betrachten. Mein Regal ist ja relativ voll, wie man sehen konnte. "Tribute von Panem" habe ich angefangen, aber wieder aufgehört. Warum? Ich find's so gut, ich will's aufheben. Ich hasse es, wenn gute Bücher zuende sind... davor graut es mir jetzt schon! ;_;
Mit einem Kissen dazwischen tut sich der Stapel übrigens auch gut als Rückenlehne! Und ist die Leserattemaus nicht süß?! *_*

~*~


Hauptsächlich lese ich im Bett. Es gibt ja wohl nichts bequemeres! Und mit vier Decken und drei Kissen ist es gleich so gemütlich, dass einem der Hintern einschläft (kennt das jemand? X_x) oder man langsam immer tiefer unter die Decken rutscht und einschlummert. Nicht, dass ich jemals beim Lesen einschlafen würde (wirklich nicht!), aber wenn ich dann mal das Buch beiseite lege um für 5 Minuten (nie länger!) die Augen zu schließen, wacht meine pinke Kamikaze-Gans über meinen Schlaf. :)
Außerdem habe ich mal das Buch, welches ich zuletzt gelesen habe, mit auf das Bild geschmuggelt.

~*~


Für die weltgemütlichste Stimmung beim Lesen erlaube ich es mir manchmal sogar meine Lichterkette anzuschalten. Ob man's glaubt oder nicht: das Licht reicht sogar aus! Wenn ich aber den Gemütlichkeits-Overkill haben will, mache ich mir Teelichter oder Kerzen an. In der Regel begnüge ich mich aber mit meiner Lampe, deren Lampenschirm ich abgöttisch liebe.
Was ich außerdem liebe ist Tee. Bisher hat's noch kein Buch geschafft, dass mir der komplette Tasseninhalt eisekalt geworden ist. Oft bleibt ein Schluck über, aber das passiert auch mal, wenn ich nicht am Lesen bin, denn die Tasse kann bis zu einem halben Liter beinhalten und das ist schon viel für einen Zwerg wie mich.

~*~


Und hier ist mein "Arbeitsplatz". Jaaah, ich nutze noch XP, habe eine klapprige Bauklotz-Tastatur und so ungefähr die schlechtesten Boxen auf der gesamten Welt. Außerdem habe ich immer tausende von Tabs (demnächst dürfte mein Feuerfuchs aufgrund dessen mal wieder zusammenbrechen X_x) sowie Programme offen. Unweigerlich erkennen kann man, dass ich ein Cookie-Clicker-Suchti bin. Ich schäme mich nicht... aber manchmal sitze ich wirklich zum Lesen vorm Bildschirm um die goldenen Kekse anklicken zu können (die sieht man ja aus dem Augenwinkel), weil ich das Spiel einfach fertig haben will.
Natürlich "arbeite" ich hier auch wirklich. Ich habe, auch wenn noch keine online gegangen sind, Buchkritiken für den Blog und die Challenge geschrieben. Eifrig unterstützt von meinem süßen Bücherwurm! :)
Ansonsten läuft bei mir auch mal Musik. Eher ruhige, und wenn sie Gesang hat, dann bitte englischen, der zwängt sich nicht so enorm in die Gedanken wie deutscher. Momentan läuft öfter das hier:


~*~

So und das war es eigentlich von mir auch schon zu dieser Challenge. Zum Schluss gibt es noch mal einen Überblick, denn Detailaufnahmen alleine finde ich immer etwas ungünstig.

Gefällt euch mein Zimmer? Beziehungsweise das, was davon zu sehen war.. ;) Wäre jemand interessiert an einer kompletten "Room-Tour"? :)